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Flugblatt – Kollakteen von Jakob Reutlinger
Quelle Nr. 273
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Zeit: um 1581 (und 1593)
Herkunft: a) Flugblatt, eingeklebt im Libell «Die dryzechen Ort der loblichen Eidgnossenschaft des alten Bundts hoher teutscher Nation etc. gedruckt zuo Basel bey Christoffel von Sichem Formschneider 1573» (zwischen den Blättern Schwyz und Unterwalden) - im 1. Band der Kollakteen des Jakob Reutlinger im Staatsarchiv Überlingen; – b) Einblattholzschnitt 1593, Kantonsbibliothek (Vadiana) St. Gallen
Kommentar: Das eingeklebte Flugblatt im ersten Band der Kollakteen von Jakob Reutlinger mit einer handschriftlichen Ergänzung ist eine Nachbildung des Einblattholzschnittes von 1510/13 (abgebildet in: Quelle 210), beinahe 1:1, die Striche sind beim jüngeren jedoch etwas gröber. Von dieser jüngeren Version gibt es noch weitere, beinahe identische Kopien, so etwa das Einblatt aus dem Jahre 1593, das sich heute in der Kantonsbibliothek in St. Gallen befindet. Wiederum ist hier im Text die Jahreszahl des Todes falsch: 1502 - vermutlich aus der Chronik von Stumpff (Quelle 240) übernommen. Reutlinger wusste dies, strich die gedruckte Zahl im Text durch und korrigierte in 1487 – handschriftliche Ergänzung im Bild ebenfalls richtig.
Referenz: a) Robert Durrer, Bruder Klaus-Quellenwerk, 808–810; – b) Rupert Amschwand, Ergänzungsband, Tafel XVI
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a) Abbildung von Bruder Klaus in Unterwalden [Handschriftliche Ergänzung von Reutlinger:] Der selige Mann Bruder Klaus in Unterwalden starb am Tag St. Benedikt anno 1487. Wer ist’s, dem ist nicht bekannt das Leben Von Bruder Klaus, der sich gegeben Von Frau und Kindern, um allein zu sein In der Wildnis ohne falschen Schein. Enthielt sich leiblichen Tranks und Speise, Lebte in übernatürlicher Weise. Sein Gebet war: O Gott nimm mich mir Und gib mich ganz zu eigen dir. Fromm, gottselig lebt’ er fürwahr, Bis in die ein und zwanzig Jahr. Die Stund' des Todes ward ihm gestellt, Als man fünfzehn hundert zählt Und zwei ward er aus dieser Qual Aufgenommen in den Himmelssaal. Da ist er den Seligen gleich. O Gott, mitteil uns auch dein Reich. Verleih, dass wir in diesem Leben Der Lehr, die Bruder Klaus uns gegeben Nachfolgen durch deine göttliche Kraft. Voraus, o teure Eidgenossenschaft, Sei eingedenk, was er dich lehrt, Und meide das, was er dir verwehrt. So wird dich Glück und Heil angehen, Und magst im Frieden lang bestehen, Dann hat er recht geredet aus Gottes Geist. Der Eidgenossen Herr Frieden leist’, Durch Jesus Christus allermeist. b) Wahres Bildnis Bruder Klausens in Unterwalden [rechts oben im Bild von Hand die Jahreszahl:]
1481 Sein Gebete war/ O Gott nimm mich mir/ Und gib mich ganz zu eigen dir. Fromm/ Gottselig lebt' er fürwahr. Bis in die ein und zwanzig Jahr. Die Stund des Todes ward ihm gestellt/ Als man fünfzehn hundert zählt/ Und zwei/ wurde er aus dieser Qual/ Herausgenommen in den Himmelssaal. M.D.XCIII [1593]
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